| Im Paralleluniversum: Eine kosmologische Reise vom Big Bang in die 11. Dimension
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Moderne Theorien über den Kosmos
• • • • • (bewertet mit 4 von 5 Punkten)
Rezension bezieht sich auf: Im Paralleluniversum: Eine kosmologische Reise vom Big Bang in die 11. Dimension (Taschenbuch) Dieses Buch stellt die derzeitigen Modelle und Theorien über unseren Kosmos vor. Im ersten Teil zieht Kaku die historische Entwicklung der kosmologischen Modelle nach: beginnend bei Newton und Einstein liegt der Schwerpunkt bei den Entdeckungen die zur Formulierung des heutigen Urknallsmodells führte. Über Hubble (Expansion),Gamow (Hintergrundstrahlung) und Hoyle (Nukleosynthese) gelangt er zum Inflationsmodell (Guth). Den Abschluss des ersten Teil bildet die Entdeckung der beschleunigten Expansion. Kaku gelingt es, dieser im wesentlichen bekannten Historie, noch den einen oder anderen neuen Aspekt hervorzuholen. Dieser sehr gut geschriebene Teil wurde im Licht der neueren Erkenntnisse (Dunkle Energie) betrachtet. Daher werden entsprechende Ideen (z.B. Einsteins Lambda) hervorgehoben.
Im zweiten Teil wird es dann schon erheblich spekulativer: ausgehend von Schwarzen Löchern zeichnet Kaku die theoretischen Möglichkeiten von Wurmlöchern und Zeitreisen auf. Dann folgen Einführungen in die physikalischen Grundlagen der kosmologischen Modelle: Quantenmechanik (Parallele Welten), Symmetriebetrachungen und im Wesentlichen die Stringtheorie (Supersymmetrie, M-Theorie, Branen). Kaku beschreibt die Zusammenhänge nachvollziehbar (allerdings hängt bei so manchen Absatz das Verständnis doch etwas von den eigenen Vorkenntnissen ab) bleibt aber für meinen Geschmack bei wichtigen Konzepten ("Negative Energie", "Dekohärenz") zu vage. Hier hätte ich mir eine ausführlichere Darstellung gewünscht.
Der dritten und letzten Teil beginnt mit dem Ende des Universums. Kaku sinniert anschliessend über die denkbaren Möglichkeiten wie zukünftige, fortgeschrittene Zivilisationen das kalt und finster werdende Universum verlassen könnten. Auf den letzten Seiten philosophiert Kaku über die Existenz von parallelen Welten im "Multiversum". Dies ist meiner Meinung nach der schwächste Teil, hier hätte ich von Kaku etwas mehr Substanz erwartet, da dieser Abschnitt doch den Buchtitel rechtfertigen sollte.
Fazit: ein informatives Werk über den Kosmos und die derzeit diskutierten Erklärungsmodelle. Manche Vorstellungen und Ideen werden etwas vage formuliert. Zu kurz kommen die Erklärungen zum Multiversum. Was es jedoch meiner Meinung nach besonders auszeichnet ist seine Aktualität. Hier sind die neuesten Erkenntnisse aus der Theorie und den Messungen eingeflossen. Aufgelockert wird der Text durch Anekdoten aus dem Leben der beteiligten Wissenschaftler und durch Zitate aus Literatur und Film.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 20. September 2005 |
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