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| Null. Der Mathematik-Krimi. Mit einer Krimi-Analyse der ZEIT WISSEN Redaktion
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Viel Brutalität, wenig Mathematik
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Null. Der Mathematik-Krimi. Mit einer Krimi-Analyse der ZEIT WISSEN Redaktion (Gebundene Ausgabe) Das also ist der Mathematik-Krimi.
Eine finstere, gewaltstrotzende Agentengeschichte um zwei Zwillingsbrüder mit übernatürlichen Fähigkeiten, gelegentlich aufgelockert durch - überwiegend entbehrliche - mathematisch-physikalische Betrachtungen auf Hausfrauen-Niveau.
Allein die Tatsache, dass Wahrscheinlichkeiten grundsätzlich in Prozent angegeben werden, spricht Bände. Jeder ernsthafte Mathematiker drückt Wahrscheinlichkeiten als absolute Zahlenwerte aus, zum Beispiel 0,5 statt 50 %. Wollte der Autor hier mit Gewalt popularisieren, oder wusste er es nicht besser?
Und wenn der Autor dann versucht, die Heisenbergsche Unschärferelation oder die Relativitätstheorie zu erläutern, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, er habe auch nicht ansatzweise verstanden, worum es da geht. Statt dessen wird die Quantenphysik diskreditiert mit Floskeln wie "macht keinen Sinn". Einspruch: die Quantenphysik ist unanschaulich, man kann sie sich nicht vorstellen, aber sie macht sehr wohl Sinn.
Einen weit größeren Raum als diese mathematischen Einsprengsel nehmen die Verfolgungs- und Kampfszenen ein. Und diese brutalen, knochensplitternden Kämpfe (besonders abstoßend: Kapitel 32) sind wirklich nur etwas für Fans. Selbstverständlich gewinnen am Ende immer die "Guten", die auch alle bis zum Ende überleben, während die "Bösen" der gerechten Strafe nicht entgehen.
Es ist bezeichnend, dass die Krimi-Analyse "Roman und Realität" am Ende des Buches auf die Handlung kaum Bezug nimmt. Da werden Strategien beim Roulette erläutert, Stein-Schere-Papier und anderes, was im Roman selbst keine Rolle spielt.
Vielleicht ist mein hartes Urteil durch die Enttäuschung geprägt, weil ich mir gerade von diesem Roman besonders viel versprochen habe; ich gebe es gerne zu. Aber unter einem Mathematik-Krimi verstehe ich wahrlich etwas anderes.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 19. Mai 2010 | | | | | | | |
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